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Bilanz: 30 Milliarden Dollar für Wall-Street-Firmen
Geschrieben von: theo   

Ein paar Euro hier, ein paar Euro da und schon hat man einiges an Geld ausgegeben. Übrig bleibt dann meist die Frage: Wo ist das ganze Geld nur geblieben? Die Antwort: In den Händen der großen Wall-Street-Firmen, wenn auch auf Umwegen. Insgesamt 30 Milliarden Dollar verdienten die nämlich im vergangenen Jahr – und das soll sogar ein vergleichsweise schlechtes Ergebnis gewesen sein. Vor zwei Jahren betrug die Summe das Doppelte, was die aktuelle Bilanz ziemlich alt aussehen lässt.

Ob alt oder nicht, fest steht: Hier findet eine Umverteilung der Finanzen im großen Stil statt. Damit sind an dieser Stelle weniger illegale Geschäfte gemeint, als vielmehr die gesamte Marktlage. Während Benzin und Co. immer teurer werden, werden die Gewinne an der Börse immer größer. Sollte dazwischen ein Zusammenhang bestehen, bliebe die Frage, wie viel der Verbraucher davon hat.

Aber lassen wir lieber alle Ungereimtheiten und Vorwürfe aus dem Spiel und betrachten die Kehrseite des Börsenbooms: Es ist die alte Gleichung, die durchaus philosophische Tendenzen mit sich trägt. Je größer die Summen werden, desto dramatischer werden auch die Verluste bewertet. Wer viel Geld hat, der will auch auf diesem Stand bleiben und kann jeden fehlenden Cent nur schwer verkraften. Natürlich sind 30 Milliarden Dollar eine große Summe. An der Wall Street ist man durch die vergangenen Jahre jedoch Höheres gewöhnt.

Schuld an den gesunkenen Umsätzen sind vor allem Boni, auf denen die Broker lange sitzen und die ihnen kein direktes Einkommen bescheren. Für den Staat hat das durchaus Folgen in Bezug auf den Fiskus, denn Steuereinnahmen werden dadurch wesentlich gedrückt.

(Quellen: manager-magazin.de; wirtschaftsnews.de)