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Geschrieben von: theo
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Seit etwas mehr als zwei Jahren untersucht das Kartellamt den Tankstellenmarkt, um aufzudecken, wie sich der Preis hierzulande an Tankstellen bildet. Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchung wurden noch nicht veröffentlicht, allerdings äußerte Kartellamtspräsident Mundt einen Ergebnisverdacht dahingehend, dass einige wenige Marktanbieter die Preise diktieren und damit beim Verbraucher erhöhte Kosten verursachen. Ein „marktbeherrschendes Oligopol“ – also die Preisbestimmung durch eine geringe Anzahl von Anbietern – wird vermutet.
Bei ihren Untersuchungen schaut das Kartellamt in vier Modellregionen (München, Köln, Leipzig und Hamburg) bei insgesamt hundert Tankstellen auf die Benzinpreise und deren Entwicklungen. Dabei geht es in erster Linie um die Frage, ob es immer um dieselben Mineralölanbieter sind, die die Preiserhöhungen vorantreiben. Auch das zum Teil auffällig starke Ansteigen des Benzinpreises an bestimmten Tagen, der jedoch nur sehr langsam wieder sinkt, wird von den Experten untersucht. Juristische Verfahren, die sich gegen solche unlauteren Vorgehensweisen der Mineralölanbieter richten könnten, seien in Anschluss nicht auszuschließen.
Nicht nur in diesem Branchensektor ist die Behörde auf Unregelmäßigkeiten gestoßen. Auch der Lebensmittelmarkt weist zweifelhafte Unlauterheiten des Wettbewerbs auf. Schon jetzt teilen sich vier Handelskonzerne 85 Prozent des Lebensmittelhandels. Eine weiteres Dominieren müsse daher unbedingt verhindert werden.
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