| Was die Welt WIRKLICH nicht braucht |
| Geschrieben von: ella |
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Obwohl wegen des Klimawandels nicht mehr gern gesehen, gibt es sie noch auf deutschen Straßen: Off-Roader. Dass die meisten dieser verbrauchsintensiven Fahrzeuge niemals die asphaltierten Wege verlassen haben, ist erst einmal zweitrangig. Aber der Fahrer möchte trotzdem gern das Gefühl haben, mit seinem Jeep ständig über Stock und Stein zu kurven, und vor allem möchte er diesen Eindruck vermitteln. Das denken zumindest die Erfinder von Sprayonmud: Dreck aus der Tube. Bei der britischen Firma kann man sich eine praktische Plastikflasche voller Schlamm kaufen, ihn auf dem Wagen verteilen und die neidvollen Blicke der Nachbarn genießen.
So ein Teddy hat es schon nicht leicht. Ständig wird er gedrückt und geknautscht, in dunkle Ecken gestopft und selten gewaschen. Kein Wunder, wenn man da urlaubsreif wird. Dachten sich auch die Gründer von „Teddy in Munich“. Die bieten nämlich Urlaubsreisen für Plüschtiere. Zusammen mit anderen ihrer Art werden die Teddys im Bollerwagen durch München gefahren, vorbei an den Sehenswürdigkeiten, mit Picknick am Fluss und Biergartenbesuch. Und die Besitzer, die ihre Lieblinge auf Reisen schicken, erhalten am Schluss ein individuelles Fotoalbum. Für pauschal 99 Euro wird den Speise-, Schlaf- und sonstigen Gewohnheiten des Teddys Rechnung getragen, ob Golfplatz, Bungee Jumping oder Malkurs. Die meisten Kunden sind Frauen zwischen 30 und 60, aber auch einige Banker und Ärzte schicken ihre weichen Freunde in den Urlaub. Es gibt Erfindungen, da glaubt man, die braucht kein Mensch. Aber ein erwarteter Umsatz von 12 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2010 bei einem Absatz von 200.000 Stück spricht für sich: Figurformende Unterwäsche für Männer ist gefragt. Die Firma Equmen hat sich mit ihren Wäschestücken den Büroangestellten mittleren Alters als Zielgruppe ausgesucht, der keine Zeit (oder Disziplin) für Diät und Fitnessstudio hat und trotzdem so aussehen möchte als ob. |